Leistungssport

Leistungssport im Rudern

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Leistungssport - ist das intensive Ausüben eines Sportes mit dem Ziel, im Wettkampf hohe Leistungen zu erreichen. Der Leistungssport unterscheidet sich vom Breitensport insbesondere durch den wesentlich höheren Zeitaufwand ( in der Regel tägliches, oft mehrmaliges Training ) sowie der Fokussierung auf den sportlichen Erfolg, - der Teilnahme an Europa – und Weltmeisterschaften in allen Klassen, sowie den olympischen Spielen.
Er wird auch als Spitzensport oder Hochleistungssport bezeichnet und erfährt besondere Unterstützung durch öffentliche Stellen und Organisationen. Er wird sowohl im Frauen als auch Männerbereich , ebenso im Jugendbereich ausgeübt.
Derzeit wird in Wien bei 5 Vereinen Hochleistungssport erfolgreich betrieben. Es sind dies Donau, Lia, Friesen, Pirat und Staw, deren Ruderer in den Kadern des Österr. Ruderverbandes sowie im Projekt „Rio 2016“ trainieren.

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[1]Der menschliche Körper wird von rund 650 Muskeln bewegt, nahezu alle davon werden beim Rudern beansprucht. „Das ist einzigartig und kann von kaum einer anderen Sportart geleistet werden“, erklärt der Arzt und Vierfach-Weltmeister. Die meiste Arbeit beim Rudern fällt den Beinen zu, auch Arme, Hüfte, Rücken und Oberkörper werden, wie man danach deutlich spürt, stark beansprucht. „Insbesondere die Region Bauch, Beine und Po wird extrem gefordert. Dadurch stellt Rudern eine ausgezeichnete Alternative etwa zu Aerobic dar und tut der Figur gut.“ Laufen erst einmal so viele Motoren gleichzeitig im Körper heiß, ist Koordination gefragt – also quasi ein „Muskel-Management“. „Steigt ein Sportler zum ersten Mal ins Boot, ist es für ihn fast unmöglich, die Technik sauber ausführen“, weiß der vierfache Weltmeister Christoph Schmölzer .

 

Leistungssport_Staw „Um die parallel arbeitenden Muskelschleifen etwa vom Arm über Oberkörper, Hüfte bis hin zu den Beinen in den Griff zu bekommen, braucht es Übung. Die Aneinanderkettung dieser Muskelbewegungen macht Rudern zu einer der koordinativ anspruchsvollsten Sportarten überhaupt.“ Die meistbegangene Anfängersünde: Es wird zu sehr aus den Armen gerudert statt aus den Beinen, die mit 70 Prozent den Löwenanteil der Arbeit übernehmen sollten. „Wird auf dem Wasser gesportelt und nicht auf einem Ruder-Ergometer, kommt als Herausforderung hinzu, die Balance zu halten.“ Wenn das Ruderblatt dann kräftig durch das Wasser stößt, werden vom Akteur rasch 60 Prozent seines maximalen Pulswertes überschritten. Seine Ausdauer wird ab diesem Zeitpunkt ebenso effektiv trainiert wie bei den für diesen Zweck häufig gewählten Sportarten Laufen oder Schwimmen. „Gerade diese Kombination von Muskel- und Ausdauertraining macht Rudern so einzigartig“, sagt der Sportarzt.

Das elegante Dahingleiten auf dem Wasser wird dadurch zum besonders effektiven Training für Herz und Kreislauf, während gleichzeitig Problemen wie Bluthochdruck oder Kurzatmigkeit entgegengearbeitet wird.

[1]http://www.medizinpopulaer.at/archiv/essen-trinken/details/article/an-die-ruder-fertig-los.html